Grippe (Influenza)
Erreger der Grippe sind Influenza-Viren (Gruppen A, B und C). Diese „echte“ Grippe ist keine harmlose Erkrankung. Sie lässt sich aber durch eine Impfung verhindern bzw. abmindern.
Ansteckung über Viren
Unter Grippe (Influenza) versteht man eine schwere Erkrankung der Atemwege durch Influenza-Viren. Dazu treten Begleitreaktionen am ganzen Körper auf. Erreger der Grippe sind Influenza-Viren (Gruppen A, B und C). Die Viren können ihre genetischen Informationen verändern. Deswegen können jede Herbst- und Wintersaison neue Krankheitsausbrüche mit anderen Virusstämmen auftreten.
Anders als bei einer Erkältung steht gegen die „echte“ Grippe eine Impfung zur Verfügung, die helfen kann, eine Infektion zu verhindern.
Die „echte“ Grippe: Symptome und Krankheitsverlauf
Häufig wird fälschlicherweise nicht zwischen einem sog. „grippalen Infekt“ und einer Grippe (Influenza) unterschieden, weil beide Erkrankungen ähnliche Symptome haben. Ein grippaler Infekt, umgangssprachlich als Erkältung bezeichnet, kündigt sich schon früh durch Vorzeichen an. Eine Grippe tritt schlagartig auf. Die echte Grippe, ausgelöst von Influenza-Viren, ist eine deutlich schwerere Erkrankung als ein grippaler Infekt und unterscheidet sich auch durch den erheblich langwierigeren Verlauf von der Erkältung.
Die echte Grippe wird als Tröpfcheninfektion meist durch Husten oder Niesen und über die Hände übertragen. Innerhalb von wenigen Tagen führt sie zu den typischen Krankheitszeichen mit schlagartig beginnendem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Halsweh und Husten. Bei einer unkomplizierten Grippe bilden sich die akuten Krankheitszeichen in der Regel innerhalb von fünf bis sieben Tagen zurück. Besonders bei älteren Patienten ist eine länger anhaltende Schwäche typisch.

Die Überwachung der Influenza basiert auf folgenden Grundlagen:
Laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind Laboratorien und Ärzte, die Influenzaviren nachweisen, verpflichtet, das dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Diese überprüfen und ergänzen die Meldungen und leiten sie an die zuständige Landesstelle, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), weiter. Die Landesstellen leiten die Daten zur bundesweiten Auswertung an das Robert Koch-Institut (RKI) weiter.
Die Zahl der Virusnachweise stellt jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Erkrankungen dar, da bei den meisten Grippeerkrankungen keine virologische Diagnostik erfolgt. Deshalb gibt es als weiteres System der Influenzaüberwachung die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) unter Federführung des RKI. In diesem System wird die Influenza- Aktivität registriert. Das geschieht durch die Beobachtung der Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten in den Meldepraxen in ganz Deutschland.
Da nicht jeder Erkrankte einen Arzt aufsucht und jeder Atemwegsinfekt im Labor auf Influenzaviren untersucht wird, muss von einer Dunkelziffer ausgegangen werden.
Anders als eine Erkältung kann eine Impfung gegen die „echte“ Grippe helfen, um eine Infektion zu verhindern.