Pressemitteilung

04.04.2025

Nr. 61

Gerlach: Pflege durch digitale Innovationen verbessern – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin startet Förderaufruf für den Einsatz von Digitalisierung und KI in der Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will erreichen, dass die pflegerische Versorgung durch den Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) verbessert wird. Gerlach betonte am Sonntag: „Mit digitalen Anwendungen und KI möchten wir unsere Pflegekräfte entlasten und mehr Zeit für das Wichtigste in der Pflege schaffen: die menschliche Zuwendung. Deshalb habe ich jetzt einen neuen Förderaufruf gestartet.“

Die Ministerin erläuterte: „Ab sofort können innovative Projektvorschläge zur Bewertung eingereicht werden. Wir wollen aus den eingereichten Vorschlägen bis zu zwei passende Projekte in Bayern auswählen und über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren fördern. Insgesamt stellen wir dafür bis zu viereinhalb Millionen Euro zur Verfügung.“

Gerlach unterstrich: “Auch in der Pflege sind die Möglichkeiten von KI groß: Ich denke hier beispielsweise an den Einsatz von KI bei der Erstellung der Pflegeplanung oder für eine möglichst optimale Personalplanung, die es vermeidet, dass Pflegekräfte allzu häufig einspringen müssen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Wir haben gerade im Bereich der Pflege mit einem erheblichen Fachkräftemangel zu kämpfen. Immer weniger Angehörige wohnen in der Nähe, um sich beispielsweise um ihre pflegebedürftigen Eltern oder Großeltern kümmern zu können. Die pflegebedürftigen Menschen sind daher auf ambulante oder stationäre Pflege – und somit auf Fachkräfte – angewiesen.“

Gerlach ergänzte: „Hinzu kommt der demographische Wandel: Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst – und absehbar gehen auch zunehmend mehr Pflegekräfte in Rente. Ein Baustein zur Bekämpfung des Pflegenotstands kann der Einsatz von Digitalisierung und KI werden: Er soll die professionellen Pflegekräfte und die pflegenden Angehörigen nicht ersetzen, aber er hat das Potential, ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren und die Arbeitsabläufe zu erleichtern. Gleichzeitig machen wir den Pflegeberuf so auch attraktiver.“

Projektvorschläge und -skizzen können im Rahmen des aktuellen Förderaufrufs auf Grundlage der neuen Gesundheits- und Pflegedigitalisierungsrichtlinie (BayDiGuP) bis spätestens 10.06.2025 bei der mit der Abwicklung beauftragten Bayern Innovativ GmbH (kontakt@projekttraeger-bayern.de) eingereicht oder unter https://datentransfer.bayern-innovativ.de/secuform/portal/projekttraeger hochgeladen werden. Alle Informationen zur neuen Gesundheits- und Pflegedigitalisierungsrichtlinie sowie zur Einreichung von Projektvorschlägen finden Sie auf dem Internetauftritt des StMGP. Unterlagen zur Teilnahme am Förderaufruf und weitere Informationen finden Sie unter https://www.bayern-innovativ.de/de/seite/gesundheits-und-pflegeprojekte-baydigup.

Der diesjährige Themenschwerpunkt „Einsatz von Digitalisierung und KI in der Pflege“ des Förderaufrufs ist Teil der vom Ministerrat beschlossenen HighCare Agenda. Unter dem Titel ‚Pflege für morgen – selbstbestimmt, ganzheitlich, generationengerecht, regional verfügbar und digital unterstützt‘ werden mit der HighCare Agenda bis 2029 rund 31 Millionen Euro von der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung gestellt, um mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Zukunftstechnologien die Pflege für morgen fit zu machen und die Pflege von morgen in Bayern bereits heute zu starten.