Pressemitteilung
25.03.2025
Nr. 53/GP
Gerlach will Reha-Einrichtungen weiter stärken – Runder Tisch von Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin mit Verbänden und Kostenträgern in München
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach will Reha-Einrichtungen in Bayern weiter stärken. Die Ministerin betonte am Dienstag nach einem Runden Tisch mit den maßgeblichen Verbänden und Kostenträgern in München: „Bayern ist im bundesweiten Vergleich mit 233 Vorsorge- und Reha-Einrichtungen, einer Bettenanzahl von 28.651 und einer Patientenanzahl von 330.964 im Bundesvergleich Spitzenreiter und somit Reha-Land Nummer 1. Das soll es auch zukünftig bleiben. Dazu müssen wir die Kräfte bündeln, um den Reha-Standort Bayern zu stärken.“
Gerlach ergänzte: „Wir sind ressortübergreifend mit den Vertretern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sowie mit den maßgeblichen Verbänden der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen im engen Austausch, denn die medizinische Rehabilitation ist ein wichtiger Baustein für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Dies wird unter anderem bei der Versorgung von Betroffenen mit Long-/Post-COVID deutlich. Neue, passgenaue Reha-Angebote sind hier ein essenzieller Versorgungsbaustein.“
Die Ministerin betonte: „Weil wir die bayerische Reha-Landschaft erhalten wollen, hat die Staatsregierung im Zuge der Ukraine-Energie-Krise wirtschaftliche Hilfen aufgelegt. Damals wie heute stehen Reha- und vor großen Herausforderungen, wie etwa im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder auch den Fachkräftemangel. Auch wenn die Energiepreiskrise nun überwunden ist, setzen wir uns weiterhin für eine Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und eine starke Position von Vorsorge- und Reha-Einrichtungen ein. Ich unterstütze deshalb die Forderung, dass Reha-Einrichtungen auch als Pflegeausbildungsträger zugelassen werden.“
Die Ministerin fügte hinzu: „Bayern hat sich bereits mehrfach auf Bundesebene dafür eingesetzt, dass auch in Reha-Einrichtungen Ausbildungen möglich sind. Ich halte das für wichtig, damit wir für Interessierte ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsplätzen schaffen. Bislang ist dies nur im Rahmen weiterer Einsatzorte möglich. Insbesondere für Reha-Einrichtungen mit Indikationen wie Onkologie, Kardiologie und Neurologie sollte eine Möglichkeit zur Ausbildung als Träger und nicht wie bislang nur als weiterer Einsatzort geschaffen werden.“
Gerlach erläuterte: „Klar ist: Vorsorge und Rehabilitation sind der Schlüssel dafür, dass wir in Zukunft nicht nur älter, sondern vor allem gesünder älter werden. Der Grundsatz „Reha vor Pflege“ muss auch praktisch umsetzbar sein. Dafür brauchen wir eine flächendeckende und gute Reha-Versorgung, damit Patientinnen und Patienten rechtzeitig Zugang zu qualitätsgesicherten Leistungen haben.“