Volkskrankheit Diabetes mellitus
Diabetes mellitus betrifft in Bayern unter Zugrundelegung verschiedener Datenquellen bereits rund 1,2 bis 1,4 Millionen Menschen. Die meisten Betroffenen leiden an der sogenannten Typ-2-Erkrankung, die viel mit unserem Lebensstil zu tun hat. Hier erfahren Sie Näheres über die Krankheit sowie zu Angeboten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention im Hinblick auf diese häufige Volkskrankheit.
Diabetes mellitus ist wahrscheinlich eine der ältesten bekannten Volkskrankheiten. Schon in der Antike war diese Erkrankung bekannt, doch gab es damals nur sehr einfache Methoden, sie zu erkennen: eine Geruchs- oder Geschmacksprobe des Urins. Denn der Harn von Menschen mit Diabetes mellitus roch beziehungsweise schmeckte süßlich. Daher auch der Name Diabetes mellitus.
Daten und Fakten aus dem Bayerischen Diabetesbericht 2014
„Diabetes bewegt uns!“ – Jahresschwerpunkt 2014
Bereits 2014 hat das Bayerische Staatsministerium die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Erkrankung und Präventionsmöglichkeiten gelenkt. Mit dem Jahresschwerpunkt unter dem Motto „Diabetes bewegt uns!“ fanden mit damals 130 Partnern aus dem Bündnis für Prävention, des Gesundheitswesen, der Politik, der Wirtschaft und dem Sport in ganz Bayern mehr als 500 Veranstaltungen rund um diese häufige Volkskrankheit statt.
Zum Auftakt des Jahresschwerpunkts wurde der Bayerische Diabetesbericht 2014 vorgestellt, der umfassend auf Risikofaktoren hinweist. Darüber hinaus gibt der Bayerische Diabetesbericht einen Überblick zum Stand der Forschung sowie zu zahlreichen Unterstützungsangeboten für Betroffene.

Projekte
Darüber hinaus wurden verschiedene Projekte auf den Weg gebracht, zum Beispiel die im Rahmen der Initiative Gesund.Leben.Bayern. geförderten Modellvorhaben „GeliS – Gesund leben in der Schwangerschaft“ und „FR1DA – Typ 1 Diabetes: Früh erkennen – Früh gut behandeln“, ein bayernweites Projekt des Helmholtz-Zentrums München zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes im Kindesalter.
Aus dem Bayerischen Präventionsplan
„Analog zu anderen modernen Industriegesellschaften wird die größte Krankheitslast in Bayern durch die sogenannten Zivilisations- oder Volkskrankheiten verursacht. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegsleiden, Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus, psychische Störungen und Suchterkrankungen. Da diese Krankheiten durch ähnliche Risikofaktoren begünstigt werden, besteht in deren Vermeidung bzw. Verringerung ein großes Potential zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung.“